Welche Versicherung wirklich wichtig ist
Versicherungen gibt es viele, doch nicht alle sind gleichermaßen sinnvoll. Deshalb sollte man nicht einfach jede Versicherung abschließen, die einem ans Herz gelegt wird. Wichtiger ist es, den eigenen Bedarf genau zu prüfen, denn dadurch wird schnell klar, welche Versicherung man braucht und welche Versicherungen doch eher nebensächlich sind und nicht benötigt werden. So kann man beispielsweise auf eine Lebensversicherung immer dann verzichten, wenn keine Familie versorgt werden muss, die vielleicht noch hohe Kredite nach dem Tod zurück zahlen muss.
Sicherlich gibt es aber auch zahlreiche Versicherungen, die einfach notwendig sind. Dazu gehört zunächst einmal die private Haftpflichtversicherung. Ob als Hauseigentümer vergessen wurde, den Gehweg vom Schnee zu befreien und eine Person dadurch zu Schaden kam, oder ob man die teure Vase der Nachbarn umgeworfen und kaputt gemacht hat, die private Haftpflichtversicherung springt ein. Insbesondere bei Personenschäden gehen die Kosten schnell in die Hunderttausende und können für den Einzelnen den Ruin bedeuten. Damit genau das jedoch nicht passiert, sollte man eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Minderjährige Kinder und Kinder, die zwar volljährig, aber noch in der Ausbildung sind, werden über diese Versicherung beitragsfrei mit versichert. Ebenfalls ist der Versicherungsschutz für Kleintiere, wie Vögel, Hamster oder Fische enthalten. Ein Hund oder ein Pferd hingegen muss extra abgesichert werden, über eine Tierhalterhaftpflicht, die jedoch in die private Haftpflicht mit integriert werden kann. Versichert sind das Tier und der jeweilige Mensch, mit dem es unterwegs ist, wenn es zum Schaden kommt. Das heißt, auch die Nachbarskinder können mit dem Hund Gassi gehen, sie sind dann ebenfalls mit versichert.
Eine weitere Versicherung, die unbedingt notwendig ist, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Staat zahlt im Falle einer Berufsunfähigkeit immer weniger, meist wird man überhaupt nicht als berufsunfähig angesehen, zumal wenn man noch irgendeinen Job ausüben kann. Dabei ist es dem Staat nicht wichtig, ob der Job dem erlernten Beruf auch nur annähernd entspricht oder ob man überhaupt eine Chance hat, einen solchen Job zu finden. So lange man in der Lage ist, mehr als sechs Stunden am Tag zu arbeiten, egal in welchem Beruf, gilt man nicht als berufsunfähig und wird demzufolge auch keine entsprechende Rente erhalten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen schließt diese Lücke. Mit der Versicherung kann man sich gegen den Ernstfall absichern, dabei spielt es keine Rolle, ob die Berufsunfähigkeit aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit zustande kam. Sofern man seinen bisher ausgeübten und erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, wird man die vereinbarte Rente erhalten.
Im Zusammenhang mit dieser Berufsunfähigkeitsversicherung nennen viele auch gerne die Unfallversicherung als Alternative. Doch sollte man dabei stets bedenken, dass die Unfallversicherung, wie der Name schon sagt, nur bei einem Unfall leistet. Wird eine Berufsunfähigkeit aufgrund einer Krankheit ausgelöst, so zahlt diese Versicherung nicht, weshalb sie auch keine ernsthafte Alternative darstellt.
Sinnvoll ist ebenfalls die Hausratversicherung, die den gesamten Hausrat vor Wasser-, Feuer- und Überspannungsschäden schützt. Die Hausratversicherung ist dabei für Hausbesitzer genauso geeignet, wie für Mieter. Bei einem Rohrbruch beispielsweise haftet die Hausratversicherung, sofern das Verschulden nicht beim Vermieter liegt und dieser haften muss. Für Hausbesitzer lohnt es sich, zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Diese leistet bei Sturm, Hagel, Feuer und Wasserschäden. Allerdings haftet sie nicht für das Inventar, also den Hausrat, sondern für das Gebäude selbst und alle mit ihm verbundenen fest installierten Teile, so etwa für die Heizungsanlage.
Es gibt also durchaus einige Versicherungen, die man in jedem Fall in Anspruch nehmen sollte, doch einige Versicherungen kann man getrost außer Acht lassen, da diese nicht benötigt werden. Hier sollte man immer den eigenen Bedarf im Auge behalten und darauf achten, dass man nicht nur für die Versicherung arbeiten will, sondern genauso selbst etwas von seinem Geld erhalten möchte.
